Mehr wilder Reinhardswald – für besseren Klima- und Artenschutz

Aus Sicht der Grünen Landtagsabgeordneten Vanessa Gronemann ist es ein großer Erfolg für den Arten- und den Klimaschutz, dass hessenweit weitere zwei Prozent der Staatswaldfläche aus der Bewirtschaftung genommen werden. „Für den Reinhardswald werden 556,8 Hektar zusätzlich für die freie Entfaltung der Natur vorgesehen. Damit kommen wir auf insgesamt 1293 Hektar Naturwald – der zweitgrößten Fläche in Hessen gleich nach dem Kellerwald-Edersee. Auf den stillgelegten Flächen finden seltene Tiere, darunter zahlreiche Fledermausarten, der Hirschkäfer und sogar der Luchs ungestörte Lebensräume. So schützen wir langfristig die Artenvielfalt“, erklärt Gronemann. „Wir haben unser im Koalitionsvertrag vereinbartes Ziel, zehn Prozent der landeseigenen Waldflächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen, erreicht. Damit ist auch eine wesentliche Anforderung der Zertifizierung des Staatswaldes nach den ökologischen und sozialen Kriterien des FSC-Siegels erfüllt.“

Naturwälder bleiben dauerhaft ihrer natürlichen Entwicklung überlassen; auf den Flächen findet keine forstwirtschaftliche Nutzung mehr statt. „Naturwälder zeichnen sich durch eine große Artenvielfalt aus, die auch Voraussetzung für die Anpassungsfähigkeit eines Ökosystems an die sich verändernden Klimabedingungen ist. Verglichen zu Forstwäldern sind Naturwälder resistenter gegen solche Hitze- und Dürrewellen, wie wir sie im vergangenen Jahr erlebt haben“, erläutert Gronemann.

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