Angehörige der Mordopfer werden im Hanau Untersuchungsausschuss gehört

Anlässlich der ersten öffentlichen Sitzung des Untersuchungssauschusses zum rassistischen Terroranschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau erklärt Vanessa Gronemann, Obfrau im UNA 20/2 für die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN:

 

„Der rassistische Anschlag von Hanau vom 19. Februar 2020 hat uns alle erschüttert und sprachlos hinterlassen. Das Leid, das der Täter über die Familien der getöteten Opfer, deren Hinterbliebene und Freund*innen sowie die Überlebenden gebracht hat, ist unermesslich und in Worten nicht auszudrücken. Zugleich war es ein Anschlag, der uns auferlegt, Rassismus und Rechtsextremismus sowie Hass in unserer Gesellschaft entschieden zu bekämpfen. Hierfür ist es unerlässlich, die Umstände zu ergründen, die zu dieser Tat geführt haben. Und es ist unerlässlich den drängenden und berechtigten Fragen, die die Angehörigen, Hinterbliebenen und wir alle haben, nachzugehen.

 

Wir sind daher erleichtert, dass der Untersuchungsausschuss nun mit der heutigen ersten öffentlichen Sitzung nach einer Phase der internen Vorbereitung mit der Aufarbeitung der unbegreiflichen Tat beginnen kann. Durch die Vernehmung von Angehörigen der Getöteten Kaloyan Velkov und Fatih Saraçoğlu als Zeug*innen beginnt die Beweisaufnahme.

 

Es ist ein wichtiges und gutes Zeichen, dass sich die Mitglieder des Untersuchungsausschusses fraktionsübergreifend darauf geeinigt haben, die Angehörigen der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau gleich zu Beginn der Beweisaufnahme zu befragen und ihnen Gehör zu verschaffen. Ihnen sind wir verpflichtet. Ihre Aussagen sollen die Grundlage für die weitere Aufklärungsarbeit im Ausschuss bilden.“

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